Ses Salines und Cap de Ses Salines

Gönnen Sie sich einen ganz besonderen Tag. Wie das ganz besondere Tage so mit sich bringen, empfehle ich nicht bis in die Puppen zu schlafen. Warum? Weil Sie sich damit selber belohnen; Sie werden es spüren – im wahrsten Sinne des Wortes.

Diese Genießer Tour geht an die südlichste Spitze der Insel, dem Cap de Ses Salines. Hier haben Sie zwei Optionen: Türmchen bauen oder Sonnenbaden. Wenn Sie gerne ungestört letzteres machen, bitte Badehose und Bikini einpacken, ebenso Sonnencreme, Sonnenschutz für den Kopf, auch wenn noch reichlich Haare auf selbigen sind, viel Wasser und feste Nahrung schadet auch nicht. Sollten Sie auf ungestörtes Badevergnügen verzichten wollen oder können, überspringen Sie diesen Teil einfach.

Wie auch immer Sie sich entscheiden, wonach Ihnen auch immer sein mag, ans Cap gelangt man über ein rund 5km lange Straße, die von der Landstraße, die Ses Salines mit Es Llombards verbindet, abgeht. Auch gilt wieder Augen auf und Hinweisschild finden. Aus Ses Salines kommend geht es in einer leichten Linkskurve rechts ab zur Südspitze. Je nach Tageszeit bis zum Ende der Straße durchfahren und dann den Wagen auf einer der Staßenseiten abstellen; der Langschläfer sollte gedanklich etliche 100m zusätzliche Fußmarsch einplanen, weil die Frühaufsteher bereits angekommen sind. Und noch ein Hinweis: Es gibt keine Strandbar, keine Toiletten und auch keine Liegen oder Sonnenschirme zun Anmieten.

Am Ende der Straße zwischen Mauer und Sträuchern Richtung Meer gehen. Jetzt erschließt sich ein wunderschöner Blick auf Cabrera, den Leuchtturm und, je nach Jahreszeit, auf unzählige Steintürmchen. Diese werden Jahr für Jahr von baufreudigen Menschen erschaffen, um von den Winterstürmen und -Fluten wieder eingerissen zu werden. Dieser Ort gilt als magisch; Erzählungen zur Folge gehen Wünsche in Erfüllung, wenn man einen Steinturm baut. Auf den nächsten 1.000m können Sie sich kreativ und als Baumeister ausleben. Es macht Spaß, auch im gesetzteren Alter, glauben Sie es mir. Insbesondere im Hochsommer empfielt sich vor 12:00h oder nach 17:00h den Turmbau zu Ses Salines zu starten.

Für die Sonnenanbeter und Badfreudigen gibt es zwei Möglichkeiten: Links am Leuchtturm vorbei, über die Felsen kraxeln – nicht wirklich der Kracher. Rechts, ca. 20 – 30 Minuten Fußmarsch, die Türme verschwinden langsam, Cabrera, die Ziegeninsel, scheint näher zu kommen und dann sehen Sie zumindest schon mal vor sich die Bucht Ihrer Träume – die Platja de Caragol. Hier werden Sie belohnt mit feinem Sand, leicht abfallendem Strand, klarem, türkisfarbenem Wasser und Ruhe. Diejenigen, die neben Ihnen diesen Weg auf sich genommen haben, verteilen sich angenehm über die Bucht. Ob dieser Strand mit den lieben Kleinen aufgesucht werden sollte, entscheiden final die fürsorglichen Eltern; ich würde es meinem Kind nicht zumuten.

Unabhängig, ob Bau- oder Badetag, auf dem Heinweg sollten Sie sich belohnen. Mein Tip für ein angenehmes Ambiente und gute, stimmige Küche ist das Restaurante Sa Fusteria in Ses Salines. Von Cap kommend links auf die Landstarße Richtung Colonia Sant Jordi und nahezu bis an den Ortsausgang von Ses Salines fahren, dann sind Sie richtig; auf der rechten Straßenseite finden Sie das erst 2012 eröffnete Restaurant. Das Team von Jacqueline und Matthias kümmern sich sehr liebevoll um Ihr Wohl. Wie in den meisten Insel-Restaurants gibt es auch in der Fusteria ein Menu del Dia; der Preis inkl. Getränken liegt bei knapp unter 20,- €. Mein persönlicher Favorit ist jedoch Sepia mit Gambas und dazu ein Glas vom Quibia, einem Weißwein von Anima Negra, der üblicherweise nur flaschenweise zu genießen ist. Bleiben Sie einfach lange genug sitzen, dann ist die für Sie geöffnete Flasche doch leer – sollte dennoch etwas übrig bleiben, bezahlen Sie glasweise.

Der wunderschöne kleine Garten lädt zum Genießen und Entspannen ein, die aufmerksamen, unaufdringlichen Servicekräfte erhöhen den Wohlfühlfaktor und so kann es durchaus vorkommen, daß die Stunden schneller verrinnen als gedacht. Mittwochs gibt es Live-Musik mit einen ausgesprochen abwechslungsreichen BBQ-Varianten sowie warmen und kalten Buffet, sonntags wird zum Lunch Paella geboten – Tischreservierungen sind notwendig.

In diesem Sinne – carpe diem – genieße den Tag.

 

 

 

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