Seit dem Sommerflugplan 2017 führt NIKI – Tochterunternehmen von AirBerlin – die Flüge nach Mallorca für die Mutter durch. Soweit nicht weiter tragisch, zumal NIKI mal einen ausgezeichneten Ruf für ihren Service hatte.

Die Insolvenz der Muttergesellschaft führt scheinbar zu signifikaten Kosteneinsparungen. Das Flugmaterial war betagt und paßt gut zur baldigen Beisetzung der Airline. Die Besatzung des NIKI-Fliegers HG2222 (29.08.2017, 11:05h) stammt von der slowakischen Fluggesellschaft Go2Sky. AirBerlin läßt operaten by NIKI, die wiederum operaten lassen von den Slowaken. Bordsprache inklusive der Sicherheitshinweise war Englisch. Ob jeder Fluggast verstanden hat was er im Falle eines Falles zu tun hat, darf bezweifelt werden. In einem wahrscheinlich überwiegend deutschen Ferienflieger schon grenzwertig.

Der Service für kostenpflichtige und möglicherweise kostenfreie Getränke sowie Speisen wurde per Borddurchsage angekündigt. Eine freundliche Nachfrage was es denn sein dürfte erfolgte nicht, zumindest nicht in der ersten und zweiten Reihe. Eher schossen die Saftschubser so flott nach hinten, daß der Eindruck entstand mit der Verteilung würde hinten begonnen werden. Die Besatzung wurde von weiterem Service durch unwesentliche Turbulenzen befreit. Auf meine Nachfrage, ob es etwas zu trinken gäbe, wurde dies verneint und auf den bevorstehenden Landanflug und die Turbulenzen verwiesen. Darüber hinaus wurde mir erläutert, daß ich gefragt worden sei. Zu dem Zeitpunkt muß ich mich außerhalb des Fliegers befunden haben. Bei einem so anstregenden Flug kann ein Flugbegleiter schon mal vergessen, wo er einen halbwegs guten Service erbracht hat. Servicequalität hat nicht zwingend mit Service und Qualität zu tun; wobei auch das sehr relativ ist.

Mit aller Macht und Nachhaltigkeit in die Geschichtsbücher der insolventen Fluggesellschaften. Der Abgesang ist wird schon zelebriert, die Totenmesse ist quasi gelesen. Wer soll bei dem Service dieser Airline nachtrauern. Der Verfall der vielen Bonusmeilen – geschenkt.

 

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